Werder Bremen hat eine geplante Sommertournee in die Vereinigten Staaten abgesagt. Der Verein erklärte, dass Auftritte in Minnesota, „einer Stadt, in der Unruhen herrschen und Menschen erschossen werden, nicht mit unseren Werten vereinbar sind“.
Der Bundesligist hatte vor, eine Woche der Sommerpause in Minnesota und Detroit zu verbringen. Die Auswahl der Gegner sollte in den nächsten Wochen erfolgen.
Doch sie haben ihre Teilnahme gänzlich aufgegeben und die Tötungen der Protestierenden Renee Good und Alex Pretti durch Beamte der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) als einen der Hauptgründe genannt.
Ein Pressesprecher des Klubs erklärte: „In Minnesota wurden zwei Menschen von staatlichen Instanzen getötet.
In einer Stadt zu spielen, wo Aufstände herrschen und auf Menschen geschossen wird, entspricht nicht unseren Prinzipien. Dies wird mit uns nicht geschehen.“
Bremen führt Grenzkontrollen als weiteres Problem an
Unter der Präsidentschaft von Donald Trump haben die Vereinigten Staaten ihre Grenzkontrollen intensiviert, sodass Staatsbürger aus verschiedenen Ländern nun härteren Einreiseauflagen ausgesetzt sind.
Bremen sieht darin eine zusätzliche, unerwünschte Komplikation, auf die der Klub gerne verzichten möchte.
Des Weiteren ergänzte der Sprecher: „Aufgrund der verschärften Einreisebestimmungen, die unter anderem die Einsicht in Social-Media-Profile der letzten fünf Jahre fordern, ist es unklar, mit welchen Spielern die Einreise in die USA noch möglich ist.“
Die Anhängerschaft Bremens ist vorwiegend links orientiert, und man geht davon aus, dass Auftritte in den USA einen erheblichen Bruch mit den Anhängern provoziert hätten.
Am Wochenende steht für sie ein entscheidendes Spiel an, wenn sie bei den ebenfalls kriselnden Ligakonkurrenten von St. Pauli antreten.
